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Bartlomiej Rychter
Broschiertes Buch
Die Bestie von Sanok
Historischer Kriminalroman. Deutsche Erstausgabe
Übersetzung: Palmes, Lisa
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Sanok, 1896. Unter einer Klostermauer wird der zerrissene Körper eines Ratsherren entdeckt. Die Leute erzählen von wilden Bestien, die nachts aus dem Wald kommen, um zu töten. Borys, ein junger Hauslehrer, und ein eilends herzugebetener österreichischer Professor glauben nicht an solche Gruselgeschichten, sondern suchen fieberhaft nach einem leibhaftigen Täter, denn das grausame Morden nimmt kein Ende ...
Rychter, Bartlomiej
Bartlomiej Rychter wurde 1978 geboren. Er studierte Jura und arbeitet heute als Manager in Sanok, Polen.
Bartlomiej Rychter wurde 1978 geboren. Er studierte Jura und arbeitet heute als Manager in Sanok, Polen.
Produktdetails
- dtv Taschenbücher Bd.21331
- Verlag: DTV
- Seitenzahl: 368
- Erscheinungstermin: 1. November 2011
- Deutsch
- Abmessung: 20mm x 121mm x 193mm
- Gewicht: 268g
- ISBN-13: 9783423213318
- ISBN-10: 3423213310
- Artikelnr.: 33361686
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Ein spannender Roman für alle Liebhaber der schaurigen Kriminalgeschichten, der sich - im historischen Kostüm - in der Peripherie der Donaumonarchie abspielt.
Grazyna Krzechowicz Buchkultur
Grazyna Krzechowicz Buchkultur
Im Herbst des Jahres 1896 wird Sanok von einem brutalen Mord erschüttert. Der Ratsherr Antoni Skwierzński wird unterhalb der Klostermauern brutal zugerichtet aufgefunden und sofort kursieren in dem kleinen Karpatenstädtchen Geschichten über Werwölfe. Kommissar Wittenbacher, …
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Im Herbst des Jahres 1896 wird Sanok von einem brutalen Mord erschüttert. Der Ratsherr Antoni Skwierzński wird unterhalb der Klostermauern brutal zugerichtet aufgefunden und sofort kursieren in dem kleinen Karpatenstädtchen Geschichten über Werwölfe. Kommissar Wittenbacher, glühender Anhänger des österreichischen Kaiserreichs beginnt mit seinen Ermittlungen, hofft er doch durch die Aufklärung des Mordfalls endlich aus dem trostlosen Kaff heraus zu kommen. Doch bevor er auch nur erste Ergebnisse vorweisen kann, geschieht ein weiterer Mord.
Wieder einmal ein Buch, das einen recht zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Die Geschichte wird eigentlich aus mehreren Perspektiven erzählt, da ist zunächst natürlich Kommissar Wittenbacher, der seine Ermittlungen mit reichlich Willkür gegenüber den Einheimischen durchführt. Dann gibt es einen ziemlich umfangreichen Erzählstrang über den Lehrer Borys Pasterniak, der die kranke Tochter des Arztes Zaleski unterrichtet. Zaleski ist selbst in die Ermittlungen involviert, weil der Kommissar ihn die Leichen untersuchen läßt. Borys der selbst aus Sanok stammt wird von einer Art prophetischen Träumen geplagt und beginnt selbst zu ermitteln, da auch seine Jugendliebe Alina, deren Mann spurlos verschwunden ist, in den Fall verwickelt scheint. Dann ist da noch die Jüdin Bimele, die ihrem Elternhaus den Rücken kehrte und als Prostituierte arbeitet. Als Kind war sie mit Borys und Alina befreundet und zählt nun den Kommissar zu ihren häufigsten Kunden.
Der Krimifall ist knifflig konstruiert und natürlich ist dem Leser klar, das hier kein Werwolf am Werke war, doch die Tätersuche gestaltet sich schwierig, auch für den Leser, weil es so gut wie keine Hinweise auf den wahren Täter gibt, der ist zwar von Anfang an präsent, doch gibt es wie gesagt keinerlei Anhaltspunkte auf ein mögliches Motiv, so das dann Täter und Motiv am Ende wie aus dem Hut gezaubert erscheinen. Dabei schreiten die Ermittlungen eher zäh voran, einen wirklichen Spannungsbogen sucht man hier vergeblich!
Sehr gelungen fand ich die Schilderungen über den Aberglauben an Werwölfe und die daraus resultierenden Begräbnisrituale, hier merkt man das sich der Autor auskennt, sein Wissen fließt in die Geschichte ein und vermittelt in dieser Hinsicht ein glaubhaftes Bild dieser Region. Weniger gelungen fand ich allerdings den historischen Hintergrund. Abgesehen vom Glauben an Werwölfe, zeichnen ein paar müffelige Pfützen mit Pferdeurin, schlammige Gassen und verwahrloste Hinterhöfe noch kein plastisches Bild der Zeit. Auch spürt man eigentlich zu keinem Zeitpunkt im Buch die Angst der Menschen vor der angeblichen Bestie. Hier hätte ich mir doch mehr Eindringlichkeit gewünscht und auch die Figuren im Buch bleiben irgendwie recht steif und ohne Tiefgang.
Insgesamt kann man das Buch lesen, es ist aber nichts besonderes und wird auch nicht lange im Gedächtnis bleiben. Immerhin werden am Ende alle Erzählstränge halbwegs miteinander verknüpft, so das zumindest kaum Fragen offen bleiben. Aber wirklich schauerlich, wie auf dem Klappentext versprochen, fand ich das Buch zu keinem Zeitpunkt
FaziT: eine sich recht zäh entwicklende Geschichte, blasse Figuren, ein farbloser historischer Hintergrund und ein Plot ohne jeglichen Hinweis auf den Mörder bieten hier nur leidliche Unterhaltung. Im Bereich historischer Krimis gibt es wirklich besseres!
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Antworten 13 von 13 finden diese Rezension hilfreich
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Schauerliche Morde geschehen in den Karpaten. Wir schreiben das Jahr 1896. Noch ist die Habsburger Monarchie eine Großmacht, die fast ganz Südost-Europa beherrscht.
Da wird in der galizischen Kleinstadt Sanok in einer nebligen Septembernacht der grauenvoll zugerichtete Leichnam eines …
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Schauerliche Morde geschehen in den Karpaten. Wir schreiben das Jahr 1896. Noch ist die Habsburger Monarchie eine Großmacht, die fast ganz Südost-Europa beherrscht.
Da wird in der galizischen Kleinstadt Sanok in einer nebligen Septembernacht der grauenvoll zugerichtete Leichnam eines Ratsherren gefunden. Kommissar Wittenbacher macht sich an die Ermittlungen und lässt alle stadtbekannten Räuber und Schurken ergreifen. Wittenbacher, der mit seinem ungnädigen Schicksal eines an das Ende der Welt verbannten Provinzbeamten hadert, sieht darin die Chance, wieder in die weite Welt hinauszukommen.
Die Leute in der Kleinstadt erzählen allerdings von geheimnisvollen wilden Bestien, die nachts aus dem Wald kommen, um zu töten. Da noch weitere grausame Morde geschehen, macht schnell die Mär von einem Werwolf die Runde. Borys, ein junger Hauslehrer, und ein eilends herzugebetener österreichischer Professor glauben jedoch nicht an solche Gruselgeschichten. Sie suchen vielmehr fieberhaft nach einem leibhaftigen Täter, denn das bestialische Morden nimmt kein Ende.
Neben der spannenden Kriminalgeschichte schildert der polnische Autor Bartlomiej Rychter (Jg. 1978), der heute als Manager in Sanok arbeitet, ein realistisches Bild der Zeitumstände vor über hundert Jahren in der galizischen Vielvölkerregion. So lernt der Leser nebenbei die untergegangene und faszinierende Welt der polnischen Bürger, österreichischen Beamten sowie der armen jüdischen und ukrainischen Minderheiten kennen.
Manfred Orlick
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Antworten 2 von 4 finden diese Rezension hilfreich
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